Canada Urlaub 2001

2. Woche 10. September - 16. September

Am frühen Montagmorgen ging unsere Fahrt Richtung Westen los.
Was uns schon beim Hinflug faszinierte, bekamen wir nun noch deutlicher vor Augen, die unendliche Weite dieses Landes. Kilometer um Kilometer, Stunde um Stunde sahen wir nur endlos lange Felder und dazwischen einige Silos oder vereinzelt eine Farm.
Gegen Nachmittag erreichten wir Saskatoon, das von der Fläche und Einwohnerzahl noch größer ist als Regina und besuchten ein Einkaufszentrum und einen kleinen Park.
Gegen Abend verließen wir Saskatchewan und erreichten Alberta, das für seine reichhaltigen Ölvorkommen bekannt ist. Wir machten unsere erste Station in Ventura, 200 km vor Edmonton.
Der erste Morgen auf unserem Trip gen Westen begann mit einem Schock, über den aber schon so viel geschrieben wurde, sodaß wir dem nichts mehr hinzufügen wollen.
Trotzdem, diese Ereignisse die letzten drei Wochen überschatteten, erlebten wir weiterhin einen herrlichen Urlaub.
Zunächst fuhren wir nach Vegreville, einem kleinen Städtchen, mit überwiegend ukrainischen Einwanderern. Dort findet man das weltgrößte bemalte Osterei aus Aluminium, das 9m hoch und 5,5m breit ist.
Von Veegreville fuhren wir weiter, nach Edmonton, das mit dem Ölboom groß geworden war.
Den Rest des Tages verbrachten wir in der West-Edmonton-Mall, einer der größten Shoppingmalls Nordamerikas, in der es neben über 800 Geschäften ein unglaubliches Angebot an Freizeitmöglichkeiten zu finden gibt.
In der Mitte der Mall war eine Wasserlandschaft, in der ein riesiges Piratenschiff schwam und in der Delphinvorführungen stattfanden. Es gab einen Märchenwald, ein Kasino, ein großes Kino, ein Eishockeyfeld, ein Schwimmbad und zu guter letzt sogar noch einen richtigen Rummelplatz, mit Achterbahn, alles unter einem Dach.
In den nächsten beiden Tagen besichtigten wir die Stadt, sowie das Edmonton-Fort, ein Freilichtmuseum, in dem in drei Straßenzügen die Entwicklung der Stadt nachgebildet wurde.
Die erste Straße behandelt die Stadt in den Zwanzigern, in denen Elektrifizierung und Telefon das Leben vereinfachten. In der nächsten Straße konnte man das Leben um die Jahrhundertwende nachvollziehen und direkt vor dem Fort, das im Jahre 1846 gegründet wurde, zeigte eine Straße Häuser und Einrichtungen um 1880. Im Sommer, wenn in den einzelnen Häusern und in den Straßen Studenten in historischer Kleidung sind und den Besuchern einiges über das Leben und die Gewohnheiten jener Zeit erzählen, muß das Fort noch um einiges interessanter sein.
Weiter ging es Richtung Rocky-Mountens. Wir erreichten die Rockys vom Norden her, in Jasper und wollten zunächst in der Abendstimmung durch den Jasper- und Banffnationalpark nach Banff, einem der berühmtesten Touristenorte Canadas fahren.
Allerdings unterschätzten wir die Dimension der beiden Nationalparks und mußten eine Nacht in einer Luxuslodge übernachten.
Am nächsten Morgen erreichten wir den Lake-Louise, den wir an seiner Westseite bis zur Südspitze umrundeten und dabei ein wunderbares Panorama genießen konnten.
Gegen Nachmittag erreichten wir das Städtchen Banff, das ganz in den Händen von Japanern sein soll, einmal von den Geschäftsleuten aber auch von den Touristen.
Wir besichtigten Banff und begaben uns auf ein paar Aussichtspunkte, von denen wir Banff, eingebetet in wuchtige Berge, sehen konnten.
Auf dem Rückweg in den Jaspernationalpark und nach Jasper, durch die einzigartigen Rock-Mountens besichtigten wir den Crowfoot-Glacier und später den tief zerklüfteten Mistaya-Canyon.
Auf dem ganzen Weg über den Icefield-Parkway, konnten wir uns nicht an der Schönheit und der Wuchtigkeit der Berge satt sehen.
Nach einem einstündigen Aufstieg auf die Parker-Ridge hatten wir einen herrlichen Ausblick auf den Sakatchewangletscher.
Weiter auf dem Weg nach Jasper konnten wir noch den Athabascagletscher besteigen und sahen die Sunwapta- und Athabasca-Falls.
In Jasper hatten wir eine unserer schönsten Unterkünfte, eine ganze Ferienwohnung.
Nach fast einer Woche Way to West besuchten wir den Malignelake, einer der schönsten Seen Canadas, mit einer wunderbaren Insel in der Mitte.
Vor dem Medicinlake, den wir als nächstes besuchten, hatten die Indianer Angst, ein Phänomen, das den See einmalig macht, hielten sie für Magie. Tatsächlich ist der See im Frühjahr und Sommer stets voll mit Wasser, sodaß das abfließende Wasser den Maligne-River tränkt. Im Herbst und Winter allerdings trocknet der See fast aus. Verursacht wird dieses Phänomen, durch eines der größten unterirdischen Flußsysteme Nordamerikas. Im Sommer fließt mehr Tauwasser aus den umliegenden Bergen in den See hinein, als durch das rissige und durchlässige Gestein und die unterirdischen Flüsse wieder hinaus. Während im Herbst und Winter kaum mehr Schmelzwasser den See füllen kann.
Den Abschluß unserer Zeit in den beiden berühmtesten Nationalparks machte der Maligne Canyon, der bis zu fünfzig Meter tief, an manchen Stellen aber nicht einmal einen halben Meter breit und teilweise so zugewachsen ist, daß man ihn nicht einmal mehr erkennen kann.
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