Canada Urlaub 2001

1. Woche 2. September - 9. September

Die erste Woche unseres Canadaurlaubes verbrachten wir wie gesagt in Regina-Sask. der Hauptstadt der Provinz Saskatchewans, bei unserer Familie.
Regina liegt ziemlich genau in der Mitte der Ost- Westachse Canadas, inmitten der Prärie, der Kornkammer Canadas.
Regina ist seit 1905 Provinzhauptstadt der Provinz Saskatchewan und war davor, seit 1882 Provinzhaupt der Northwestteretories. Vor dieser Zeit wurde die Siedlung von ihren Bewohnern Pile O´Bones, was soviel wie Knochenhaufen heißt, genannt. Dieser etwas ungewöhnliche Name kam von der direkten Übersetzung des indianischen Begriffes für jene Gegend, die an dem Fluß der durch das jetzige Regina fließt, ihre Tiere schlachteten und diesen Schlachtplatz Wascana, eben Knochenhaufen nannten. Der Fluß heißt heute übrigens Wascanariver.
Wir erreichten Regina am 2. September gegen 17 Uhr aus Toronto kommend mit leichten Turbulenzen beim Anflug.
Noch bevor wir unser Gepäck abholen konnten wurden wir von Tante Imelda, Ursula, meinen Eltern, Sonja und Jessi empfangen.
Das Bild daneben, zeigt Rambo Ursulas great dog.
Kaum hatten wir unser Gepäck von dem langen Band gepickt, machten wir uns auch schon auf den Weg zu unserem ersten Supper, dem Abendessen in Canada.
Während die Eltern und Sonja bei der Tante lebten, machten wir uns auf den Weg zu Ursula und deren Mann Ray.
Wir beschlossen den ersten Tag unseres traumhaften Canadaurlaubes bei Coke und Chips und unterhielten uns noch einige Zeit, obwohl wir schon über dreißig Stunden auf den Beinen waren.
Uns erwartete eine sehr interessante Woche inmitten unserer Familie, ersten Eindrücken der canadischen Kultur und vielen Sehenswürdigkeiten Reginas.
Wir besichtigten die einige Museen der Stadt und erlebten sportliche Ereignisse, wie 4 Stunden Casino für 20 Dollar, ein Pferderennabend bei Camberlais und ein Footballspiel, das eigentlich keines war.
Schon am Tag nach unserer Ankunft war in Canada Labourday, der Tag an dem traditionell die Schulsommerferien in Canada enden und an dem viele öffentliche Museen und Ausstellungen geschlossen werden oder nur noch teilweise zu besichtigen sind, was wir leider einige male selbst feststellen mußten.
Für uns hieß der Laborday zunächst einmal ausschlafen.
Nach einem ersten großartigen canadischen Frühstück ging es los, einen ersten Eindruck von Regina zu gewinnen. Ursula und Ray zeigten uns die wichtigsten Punkte und Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Gegen Abend gab es ein Festtagssupper, bei dem wir einen Teil der großen Familie kennenlernen konnten.
In den nächsten beiden Tagen besichtigten wir mit den Eltern u.a. das Governmenthouse, in welchem von1891 bis 1945 der Gouverneur der Provinz lebte und das seit 1984 ein interessantes Museum über das Leben der gehobenen Klasse während der Pionierzeit Canadas ist.
Vom obersten Stock der Cittyhall hatten wir einen großartigen Blick auf die Stadt, die wie die meisten canadischen Städte aus einer recht kleinen Downtown(Zentrum) und zahllosen Siedlungen und Stadtvierteln mit kleinen Einfamilienhäusern besteht.
Zwischen den einzelnen Museen spazierten wir durch einige kleine Parks, viele Geschäfte und Einkaufszentren oder besuchten eines der vielen Kinder zu verschiedenen Anlässen.
Am frühen Donnerstag morgen hieß es dann Abschied nehmen von den Eltern und von Sonja, die heute schon ihren Heimflug antreten mußten.
Für uns hieß es dann zuerst einen Mittelklassewagen(siehe unten) zu buchen und anschließend nach einem exklusiven Frühstück im Regina-Casino, dem umgebauten ehemaligen Personenbahnhof der Stadt, sich ins Spielvergnügen zu stürzen.
Wir schafften es tatsächlich in über vier Stunden an den Slotmaschinen nur zwanzig Dollars zu verlieren(bei zwischenzeitlich mal über einhundert gewonnenen Dollars).
Am Freitag besichtigten wir unter anderem das RCMP-Museum, das mehr als einhundert Jahre Geschichte der Royal Canadian Mounted Police, deren Hauptquartier in Regina liegt, zeigt.
Gleich daneben fanden wir das älteste Gebäude Reginas, die RCMP-Kappelle von 1883.
Ebenso ließen wir uns durch das Parlamentsgebäude führen, das eine Sammlung historischer Zeitungen und Porträts der wichtigsten Bürger Reginas enthält. Dabei konnten wir auch den prunkvollen Plenarsaal bewundern.
Im Museum of Natural History, wurde uns die naturgeschichtliche Entwicklung Canadas sowie Geschichte und Bräuche der Indianer - der First Nation, dargestellt.
Am Samstag konnten wir unseren Mittelklassewagen (der in Europa schon an die Luxusklasse reichte) abholen und ihn bei einer ausgiebigen Spritztour um und durch Regina testen.
Den Abend verbrachten wir Camberlais, einem Club direkt an der Pferderennbahn. Es gab ein reichhaltiges Buffet mit Ausblick auf das Renngeschehen. Dabei konnte man bei jedem Rennen auf seinen Favoriten setzen, wobei wir aber immer deutlich daneben lagen.
Am Sonntag besuchten wir ein traditionelles american Footballgame, was aber bei den Regina Roughriders eher wie ein verspäteter Kirchgang aussah. Die Mannschaft schaffte es während der ganzen Spielzeit nicht auch nur einen einzigen Raumgewinn zu erzielen, und ging mit 34:4 unter.
Kommentar eines frustrierten Fans, "wenn das ein Footballspiel wäre, würde ich bleibe, so aber muß ich gehen." Es war aber trotzdem sehr interessant. Vor allem die Stimmung und das Drumherum.
Nach einem letzten Supper, mit dem wir uns für die tolle Woche bedankten, mußten wir uns von der liebgewonnenen Familie verabschieden
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